ROY AND THE DEVIL'S MOTORCYCLE

 

HI RESOLUTION PICTURE = 2012-1 // 2012 // 2006
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PRESS SHEET 2014  

roy and the devi's motorcycle 

'forgotten million sellers' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1201 / VRCD01

MP3 SNEAK : BLUE ANGEL

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roy and the devi's motorcycle 

'because of woman' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1233 / VRCD33

MP3: dark sunday evening

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roy and the devi's motorcycle 

'tell it to the people' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1269 / VRCD69

MP3: SIX PINK CADILLAC

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ENGLISH

For the past 20 years, Roy and the devil's Motorcycle have been tenaciously and joyously doing their own thing. The 3 brothers picked up guitars and set out on a mission to set their, and our, little worlds on fire. All this time and attitude have given them a raw power, where reverb, distortion and harmonics swirl and boil, lurch and whip in the melting pot.
Initially, their influences seem obvious: old, dusty blues records, gospel, dirty garage, Spacemen 3, 13th Floor Elevators, the Velvets, Souled American, Gibson bros; but dig deeper and their love of free-running experimentalists like Lee "Scratch" Perry, Red Krayola and Godz becomes disorientatingly clear.
After a few singles on the super-underground Record Junkie label, they unleashed their raging punk-blues FORGOTTEN MILLION SELLERS cult classic l.p. on the Swiss primitive Voodoo Rhythm label in 1998. Some maturing (and only a little mellowing) led to the scorched-earth soundtrack BECAUSE OF WOMEN in 2006. By this time they’d already been regularly touring across the continent, playing with the likes of Acid Mothers Temple, Sonic Boom/Spectrum, Black Lips, Disappears, Strange Boys, Psychic TV, and Martin Rev (SUICIDE).
Always self-made to the bone, cutting their own path at their home studio in rural Switzerland, the band released their 3rd album in spring 2012, TELL IT TO THE PEOPLE, a knife-cut crystalline transmission from the psychedelic world of Roys.
This LP caught the ears of J Spaceman and the band toured across Europe with Spiritulaized later that year. 2013 studio efforts concentrated on the soundtrack to Adrian Winkler's biopic about the original Swiss Hells' angel, "Tino, Frozen Angel". The film debuted in Feb 2014 and the soundtrack is out on Voodoo Rhythm later this year.

DEUTSCH
Seit über zwanzig Jahren drehen Roy and The Devil’s Motorcycle aus dem Schweizer Endstations Kaff Oberdiessbach ihre Kreise im Space-Rock-Kosmos. Die drei Stähli-Brüder folgten in all den Jahren im Verbund mit wechselnden Schlagzeugern ihrem eigenen, trendimmunen Rhythmus: Sie streiften den traditionellen Hinterwäldler-Folk, lärmten zu Beginn extrem rudimentär, wurden radikaler auf dem alles explodierenden, alles niederreissenden Erstling FORGOTTEN MILLION SELLERS (1997) und spielten das zweite Album BECAUSE OF WOMEN (2006) erdiger. Auf ihrer letzten Platte TELL IT TO THE PEOPLE (2012) strebten die Roys mehr denn je in Richtung Offenheit. Das Gitarrenfeedback ist ewig, es spult psychedelisch, das Weltall wird nicht nur im frei fliegenden Traditional «Will The Circle Be Unbroken» erreicht, während gleich nach dem sinistren Beginn zum grossen Free-Jazz-Lärm-Freakout geladen wird. Voodoo Rhythm Records unterstütze die Band seit beginn und veröffentlichte alle drei LP's sowie diverse EP's.
Laut, roh und ekstatisch sind ihre Live-Shows. So legendär, dass Roy And The DMC nach Konzerten an der Seite von Martin Rev (SUICIDE), Acid Mothers Temple oder Sonic Boom auch von Spiritualized auf Europa-Tour 2012 als Support eingeladen wurden. Nach intensiven Konzertfahrten fand die Band Zeit, den Soundtrack zum Dokumentarfilm «Tino – Frozen Angel» beizusteuern. Ein Soundtrack, der dem verwinkelten Leben des Halbstarken und Anführer der Schweizer Hells Angels musikalisch gerecht wird – mit ekstatischem Lärm und schwerem, gefährlichem Rock’n’Roll. Ab Mai ebenfalls über Voodoo Rhythm Records erhältlich.

BAND LINE UP

2013 ....
Markus Stähli - vocals & guitar
Matthias Stähli - vocals & guitar
Christian Stähli - vocals & guitar
Elias Raschle - drums

2006-2013
Markus Stähli - vocals & guitar
Matthias Stähli -  vocals & guitar
Christian Stähli - vocals  & guitar
Alain Perret Gentil -  drums, vocals and harp

1991-2006
Markus Stähli - vocals & guitar
Matthias Stähli -  vocals & guitar
Christian Stähli - vocals  & guitar
Olifr -  drums

ROY AND THE DEVIL'S ANGEL
Er war Rocker und Romantiker, Legastheniker und Poet, Revoluzzer und
Höllenengel – Tino, «Frozen Angel». Dokumentarfilm begleitet von ROY AND THE DEVIL'S MOTORCYCLE.

Kinostart CH: 13.02.2014
Trailer : http://www.cineman.ch/movie/2013/TinoFrozenAngel/trailer.html?trailer_id=76033
Soundtrack erhältlich ab Mai über Voodoo Rhythm Records
http://www.voodoorhythm.com/

Der Lebensweg von Martin ‚Tino’ Schippert könnte schillernder nicht sein. Geboren in ein gutbürgerliches Umfeld, bewegte er sich zunächst in der Szene der „Halbstarken“, um bald als wortgewandter Gründer und Anführer der Schweizer Hells Angels zu internationalem Ansehen zu gelangen. Selbst Intellektuelle wie Friedrich Dürrenmatt waren fasziniert von Tinos charismatischer Ausstrahlung, seiner präzisen Sprache und seinem aufmüpfigen Geist.
Dabei propagierte er, ganz im Trend der Zeit, gesellschaftlichen Wandel und alternative Lebensmodelle. Viele Zeitgenossen aus dem Umfeld des politischen Protests waren beeindruckt von diesem ungewöhnlich belesenen und scharfsinnigen Rocker, der sich gegen alles auflehnte, was für das damalige Schweizer ’Bünzlitum’ stand. Dass er sich auch bald am Rand der Legalität bewegte, gehört zu den vielen Facetten dieses abenteuerlichen und eigenwilligen Lebensweges.
Tino lebte seinen Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Er bezahlte dafür mit Gefängnis und schliesslich, nach jahrelanger Flucht vor der Polizei, mit dem Tod fernab seiner Heimat in Bolivien.

Aus zahlreichen Interviews mit Tinos Weggefährten und Freundinnen, Exponenten des damaligen Schweizer Untergrunds und Familienangehörigen, kombiniert mit einmaligen Archivaufnahmen, zeichnet Regisseur Adrian Winkler ein berührendes und fesselndes Porträt dieser auch höchst umstrittenen und teils heldenhaft überhöhten Figur. Das mit der Musik der Schweizer Kult-Band «Roy and The Devil's Motorcycle» und mit viel Zeitkolorit untermalte Dokument, erlaubt einen erhellenden und intimen Einblick in eine aufregende und revoltierende Umbruchszeit.

Schweiz, 2014 Länge: 92 Min.

Die Band begleitet in Solothurn und in diversen Schweizer Städten die Vorführungen mit anschliessendem Konzert.
26 Januar, Solothurner Filmtage, Konzert im Anschluss der Filmvorführung, ca 22:30 uhr
7 Februar, Kino Kunstmuseum Bern, Konzert im Anschluss der Filmvorführung
8 Februar, Utokino Zürich, kurzes Konzert vor der Nocturne-Vorführung, ca 23:00 uhr
14 Februar, Kult Kino Basel, Konzert im Rahmen der Filmpromotion ohne Filmvorführung, nach 23:00uhr

Links
german http://www.xenixfilm.ch/de/film_info.php?ID=6720
english http://www.swissfilms.ch/en/now_playing_preview/coming_soon/-/id_film/2146671483
Facebook https://www.facebook.com/frozenangelfilm

 

ROY AND THE DEVILS MOTORCYCLE - TINO FROZEN ANGEL

 

DRS3 - DÜSI

Depesche aus London: Das Bernbiet beschallt London
Gleich zwei Mal liess ich mich letzte Woche von Schweizer Musikanten erfreuen: zuerst von Roy & the Devil's Motorcycle, dann von Micha Sportelli. Beide trafen beim Publikum auf grosse Gegenliebe – aus ganz verschiedenen Gründen.

«Roy and the devils motorcycle» überzeugen auch ausserhalb der Schweizer Landesgrenzen.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man als Schweizer Musiker die grössten Chancen hätte, in London angehört zu werden. Zwei ganz verschieden Antworten waren letzte Woche auf zwei ganz unterschiedlichen Bühnen zu erleben. Zuerst Roy & the Devil's Motorcycle. Seit rund zwei Dekaden folgen die drei Stähli-Brothers und ihr Drummer Gentil dem Ruf ihrer eigentümlichen Muse. Dieser hat sie in ein Dickicht geführt, wo Psychedelik, Garage-Punk-Rock, urtümlicher Blues und schrullige Berner Oberländer Spleenigkeit sich zu einem halluzinogenen Gebräu verdichtet haben, wo man nur kurz das Ohr hinhalten muss, und schon blüht im Kopf ein Dschungel von wüsten Abenteuergeschichten heran.
Der Sound, der [...] in der Heimat oft zur sofortigen Leerung des Konzertlokales geführt habe, [...] gilt anderswo unterdessen als vom Feinsten.
Der Sound, der in früheren Jahren in der Heimat oft zur sofortigen Leerung des Konzertlokales geführt habe, sagen sie, gilt anderswo unterdessen als vom Feinsten. Dies unter anderem in der guten Stube von Spiritualized, welche die Band persönlich eingeladen haben, sie auf ihrer derzeitigen Mini-Euro-Tour zu begleiten (sie steigt übrigens am Dienstag in Lausanne und am Mittwoch in Zürich ab!).
Ich wohnte dem Auftritt im Roundhouse in Camden bei. In keiner Weise von der hehren Umgebung eingeschüchtert – the Roundhouse war einst so etwas wie die Kinderstube von Pink Floyd, der einzige Ort in England zudem, wo die Doors je live gespielt haben – zogen die Roys konsequent ihre Sache durch, bis hin zum einen Gitarristen (die Band hat drei Gitarren, aber keinen Bass!), der sich erst nach einigen Minuten zum Groove gesellte, als ob er gerade noch kurz mit der Nachbarin hätte plaudern müssen. Und siehe da, das Londoner Publikum, das Vorgruppen üblicherweise eine halbe Minute Zeit gibt, ehe es sich schwätzend um die Bar drängt, driftete en masse nach vorn, lauschte und wedelte psychedelisch mit dem Kopf.
Der Applaus, der schliesslich aufbrauste, war keineswegs ein Höflichkeitsgeplätscher. Jetzt müsste die Band möglichst bald eine Tournee in eigener Regie unternehmen, und sie hätten einen Ruf im Stil von Wooden Shjips oder Black Angels.

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Tanzende Partikel im Sounduniversum
Seit über zwanzig Jahren drehen die Gebrüder Stähli als Roy and the Devil's Motorcycle ihre Kreise im Space-Rock-Kosmos - und streben auf ihrer dritten Langspielplatte mehr denn je Richtung Offenheit.
Benedikt Sartorius
Das Feedback setzt an, dreht Schlaufen und lauert durchgehend im Hintergrund. Eine Trommel gibt den Puls an, ehe an der akustischen Gitarre eine listige Bluesminiatur gezupft wird und der besungene pinkfarbene Cadillac langsam ins frei flottierende Sound-Weltall entgleitet. In den leeren Raum, den Roy and the Devil's Motorcycle auf ihrer dritten Langspielplatte entwirft.
«Wir sind eine Band, die einfach spielt», sagt Markus Stähli, einer von drei Brüdern, die die Roys bilden. Seit über zwanzig Jahren existiert die Band und in all den Jahren folgten Markus, Christian und Matthias im Verbund mit wechselnden Schlagzeugern (aktuell Alain Perret-Gentil, der ehemalige Sänger der Garage-Combo The Come'n'Go) ihrem eigenen, trendimmunen Rhythmus. Die Brüder expedierten hin zum Geisterblues, streiften den traditionellen Hinterwäldler-Folk, lärmten zu Beginn extrem rudimentär, mit den Jahren zunehmend radikaler und zuletzt, auf dem Album «Because of Women» (2006) auch erdiger.
Aus dem Kaff
Oberdiessbach bei Thun ist die mittlerweile verlassene Heimat der Stählis, ein Kaff im Bermudadreieck zwischen Berner Oberland, Emmental und der Autobahn. Und wahrscheinlich kann eine Band wie die Roys nur aus der Provinz stammen: «Die Leute probieren im Kaff, sich selber zu helfen. In der Stadt orientiert man sich schneller an dem, was läuft», sagt Markus. Und wahrscheinlich hätte man sich auch früher aus den Augen verloren.
Einen Jugendkeller hatte es aber in Oberdiessbach. Und dort probten die drei, nachdem der Älteste seine beiden jüngeren Brüder rekrutiert und ihnen eine Gitarre umgehängt hatte. Später dislozierte die Band nach Thun, ins mittlerweile abgerissene Selve-Areal, in der sie den Übungsraum mit den einstigen Avantgardisten Alboth! teilten.
Aus dem Jahr 1991 stammt ein erstes, rudimentäres Demo-Tape, das dieses Jahr wieder aufgetaucht ist: «Wild Primitive Teenage Rock'n'Roll» verspricht dieser Kellerkassette, die die Radikalität ihres ersten Hauptwerkes «Forgotten Million Sellers» noch nicht erahnen lässt. 1997 als allererste Platte überhaupt auf Voodoo Rhythm, dem Label von Reverend Beat-Man, erschienen, klingt dieser 35minütige Freakout immer noch frisch: Befreiter Noise, übersteuerter Acid-Rock, explodierender Blues, wie ihn zu dieser Zeit die Jon Spencer Blues Explosion zelebriert hat, beseelter Gospel, Stimmen aus dem Äther: Hier ist das am besten zu hören, was gemäss Markus Stähli den Witz des Rock'n'Roll ausmache: «Die eine Seite ist die Musik, ist das Amüsement, die andere ist die lauernde Gefahr und du weisst nicht, was dich erwartet.»
Kosmischer Soundnebel
Die üblichen Rockband-Hierarchien sind bei den Roys ohnehin ausgehebelt, zumal auf der neuen Platte, die im eigenen Übungskeller in einer alten Käserei in der Seeländer Gemeinde Epsach entstanden ist: «Wie im Universum, in dem alle Partikel durcheinandertanzen», wirke ihr drittes Album «Tell it to the People» zeitweise. «Meine Idee war, dass das Album offen ist und der ZuhörerIn Platz bietet».
Und Platz gibts auf «Tell it to the People» wahrlich: Da ist etwa die Interpretation von «Will the Circle Be Unbroken», eines alten Traditionals. Nur die Stimme fliegt durch den kosmischen Soundnebel aus echoenden Mundharmonikas und klackenden und wabernden Gitarrendrones, ganz ohne Schlagzeug. Da ist auch «Piggy Bank», bei dem es psychedelisch spult. Die einzelnen Soundelemente rennen gegeneinander an und der rechte Kanal weiss scheinbar nicht, was im linken geschieht.
Da sind aber auch die enorm zugespitzten Attacken wie «I'm Alright», in dem der Free-Bläser Hans Koch die Kakofonie verstärkt - und die Musik der Roys um ein weiteres, freies und lautes Element anreichert. Das Album unterscheidet sich stark von den Konzerten, denn Aufnehmen, das sei keine Bandsache, so Markus. Und so gab es im Studio auch nicht eine einzige Arbeitsweise, zumal die Band reichlich desorganisiert sei, die sich auch in der Vielfalt an Einflüssen spiegelt: Viel Reggae und Dub, etwa die On-U-Sound-Produktionen, habe man während dem Aufnahmeprozess gehört, oder Talk Talk, die einen beinahe offenen Klangraum inszenieren. Auch ein wichtiger Bezugspunkt ist, weniger für die Brüder, aber zumindest für Markus der vor zwei Jahren verstorbene Alex Chilton, der etwas auf den Punkt bringen und gleichzeitig demontieren konnte.
Ewiges Feedback
Auf dem Punkt und doch wacklig ist auch diese Band: «Was machst Du da überhaupt?», fragten sich die Brüder immer wieder. «Doch es geht immer irgendwie weiter», sagt Markus. Immer weiter geht und weiter fliesst auch dieses so detailreiche Album, ehe ein Brunnen minutenlang vor sich hin plätschert, Vögel zwitschern und zum finalen «Henry's Blues» angesetzt wird. Nur das Feedback, das lauert und lodert und spult im Hintergrund weiter. Immer weiter
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«Tell it to the People» und «Forgotten Million Sellers» (Re-Issue) sind beide bei Voodoo Rhythm erschienen.
Konzert: 19.5., Dachstock, Bern, im Rahmen des Aufeinandertreffens der zwei Labels Voodoo Rhythm und A Tree in a Field Records (mit u.a. Papiro, Combineharvester, Fai Baba und Heart Attack Alley.)

 


 

DISCOGRAPHIE

2012 " Tell it to the People" LP/CD Voodoo Rhythm Records/CH
2011 “Today and Tomorrow“ 7inch A Tree in a Field Records/CH
2010 „Water Air Food Love“ 7inch Happy Home Records
2010, Sampler CD/LP Voodoo Rhythm Records/CH
2009, Sampler Low-Fi Dogma / Sound Developement/CH
2006 "Because of women" LP/CD Voodoo Rhythm Records/CH
2006 "Voodoo Rhythm Sampler / CD only Voodoo Rhythm Records
2006 "Punch me hard" compilation LP/CD Burning Sound
2006 "Pottwal 2" Compilation CD
2004 "Black swan at Christmas" 10" Voodoo Rhythm Records
1999 "Rantings of a free thinker" 12" compilation If Society Records/Finnland
1999 “Not enough madness” 7" Subway Star Records/Sweden
1999 "Monolith Mushroom Music" compilation LP Ur Kult Records Germany
1999 "Music for…… People" compilation Do the Dog Records France
1999 "Teddybear" CD compilation Subversiv Records/CH
1998 / 2012 "Forgotten million sellers" LP/CD Voodoo Rhythm Records/CH
1996 "Good Morning Blues" 10"inch Voodoo Rhythm Records/CH
1994 “As bad for the kids as dope" 7" inch Junkie Records/CH
1993 "Bright lights in a long summer dream" 7"inch Junkie Records/CH
1992 "Live is suicide in slow motion" Demo Tape(KEIN LABEL)
1991 " Swiss Garage Punk" LP compilation Junkie Records/CH
1991 "LET DOWN DEMO

 


 

 

 DIRTY WATHER CLUB LONDON:

Roy And The Devils Motorcycle. Tinkering around their MySpace page, I learn that they are ‘three guitarist brothers [who] grew up in a Swiss mountain village. Soon after moving to a larger town with a 'rock club', where they first saw Spacemen 3 and some other sonic pioneers of the time they got immersed in the energy of garage punk and primal rock and roll’ Cor! I’ve been looking forward to seeing them and Christ on a bike! they’re stupendous!

Roy And The Devils Motorcycle look like they don’t give a shit about anything much, a motley gang just mooching onto the stage and then casually locking into these huge outer spaced, hypnotic drones laced with evil feedback, guitars churning and wailing. They do monstrous thousand yard stare grooves driven by nasty ragged garage blues, whiting out into the stratosphere. It’s utterly captivating. The band’s Spacemen 3 influences are easy to espy – there’s a hobo spacerock cover of ‘May The Circle Be Unbroken’ – once also covered by Sonic and Jase – and a song that takes up where the Spacemen’s ‘Suicide’ left off, building an unhinged fireball of sound.
These are exactly the kind of spaced drones we want; raw and menacing and going on for a very long time so you can get properly lost, not someone making floaty noises with a few distortion pedals and thinking they’re the new My Bloody Valentine. Woohoo! Roy And The Devil’s Motorcycle are the mostest!

 


 

 

 ROY & THE DEVILS MOTORCYCLE kann man nie genug live sehen. Wenn Larry Hardy, Chef des kalifornischen Plattenlabels In the Red mit Bands wie JAY REATARD, BLACK LIPS, DIRTBOMBS, REIGNUNG SOUND etc. von interessanten Bands spricht, die nicht auf seinem Label veröffentlichen, so lässt er kurz Distanzen verschwinden und erwähnt „unsere“ ROYs aus Thun. Jedoch hierzulande sind sie viel zu wenigen Ohren ein Begriff, selbst wenn sie u.a. schon Vorband für John Spencer Blues Explosion waren und dort ein hochverdientes Unentschieden erspielten. Ihren weltweiten Ruf haben sie ihrer Untergrund Kult LP "Forgotten Million Sellers" aus dem Jahre 1999 zu verdanken sowie ihrem Meisterwerk „Because of women“ von 2006, beides auf dem Berner Label Voodoo Rhythm erschienen. Darauf nehmen sie sich der logischen Fortsetzung des Rock'n'Roll an: Immer wieder zerschneiden Gitarrenfeedbackattacken die unverkennbaren Blues und Rockabilly-Einflüsse und mittendrin schwebt der Geist der 60'er-Psychedelik. Zwischendurch heben sie ab und legen Klanginstallationen mit Sprach-Samples und undefinierbarsten Geräuschen oder verwandeln Nackenhaare in Spikes mit einem Ein-Mann-Eine-Akustik-Gitarre Vortrag. Nach mittlerweile wohl schon 15 Jahren in der gleichen Besetzung haben die drei Brüder Stähli nun in Alain von den COME N GO einen neuen Schlagzeuger gefunden. Wir jedenfalls freuen uns auf 15 weitere Jahre ROY DEVILS, denn bei ihnen kann jeder Auftritt komplett verschieden sein – ein Grund die ROYS mindestens einmal pro Monat zu hören und notfalls auch mal eine weiter Reise in Kauf zu nehmen.

 


 

 

 

Obschon beide von Beat-Man's Voodoo-Rhythm-Label herausgebrachten Scherben schon früher im Jahr erschienen sind, gibt die Doppel-Plattentaufe von «Because Of Women», dem ersten nicht limitierten Tonträger von Roy & The Devil's Motorcycle, und dem schlicht «2» betitelten zweiten Album von The Come'n'Go, ihrem ersten im Studio produzierten, wieder einmal Gelegenheit, einen in gebührendem Abstand zur festgeklebten Marke «Berner Rock» gesetzten Stempel für einen Abend mit rockender und rollender Musik aus der Umgebung anzubringen. Um so mehr, als sich beide Werke dadurch auszeichnen, dass sie mit der Tatsache erstaunen, in der Region entstanden zu sein.

So hat sich die Musik von Roy & The Devil's Motorcycle, dem nun seit fünfzehn Jahren bestehenden Projekt dreier Gitarren schwingender Brüder und eines Schlagzeugers aus dem Berner Oberland, vom «Back from the Grave» Garage-Punk der Anfänge zu einer eigenständigen Mischung aus psychedelischem Country-Blues und trashigem Rock'n'Roll entwickelt. In ihrer Bearbeitung erscheint sogar ein abgegriffener Titel wie Chuck Berry's Klassiker «Johnny Be Good» wie nie gehört, indem sie den Song zerlegen, um ihn Stück für Stück neu zusammenzusetzen und zu einem hypnotischen, sich in Zeitlupe entladenden Gitarrengewitter zu verdichten. Beeinflusst unter anderen von Velvet Underground, Spacemen 3, Howlin' Wolf oder MC5, deuten die Assoziationen eher in Richtung weite Steppe, mit einem schweren Motorfahrrad durchquert, als in die Schweizer Alpen als Herkunftsort ihrer Musik.

Reicht die Ausdruckspalette von Roy & D.M.C. von filigranen, durch das verhaltene Zusammenspiel der drei Gitarren bestimmte Passagen, bis zu feedbacklastigen Lärm-Orgien, gibt es auf der Menukarte der Bieler Come'n'Go vor allem eins: Da wird ohne Umschweife zur Sache gegangen, laut und dreckig abgerockt und losgerollt. Über dem Beat der Schlagzeugerin ergehen sich zwei Gitarren in satten Riffs und kantigen Läufen, während der Frontmann einen der Psychiatrie entkommenen Verrückten mimt. Die Rolling Stones, wenn sie denn richtig dreckig wären, die Oblivians, von welchen ebenso wie von CCR neben ihrem eigenen Material ein Cover das Album ziert, allenfalls die Retards zieht Labelmacher Beat-Man heran, um die Musik des Bieler Quartetts zu beschreiben. Fest steht, am Ende des Abends werden die beiden Alben getauft sein, Bühne und Publikumsraum im Schweiss gebadet, die Anwesenden durchgeschüttelt und voller Freude.