ROY AND THE DEVIL'S MOTORCYCLE

 

HI RESOLUTION PICTURE = 2012-1 // 2012 // 2006
BOOKING
MYSPACE
FACEBOOK
TECHNICAL RYDER

PRESS SHEET 2012
 

roy & the devi's motorcycle 

'forgotten million sellers' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1201 / VRCD01

MP3 SNEAK : BLUE ANGEL

order

roy & the devi's motorcycle 

'because of woman' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1233 / VRCD33

MP3: dark sunday evening

order

roy & the devi's motorcycle 

'tell it to the people' 

LP/CD Voodoo Rhythm records 

VR1269 / VRCD69

MP3: SIX PINK CADILLAC

order

 

ROY AND THE DEVILS MOTORCYCLE

Roy and the Devil's Motorcycle – Spiritualized November 2012


Thu 1 UK, Gateshead, The Sage Gateshead
Fri 2 UK, Cambridge, Junction
Sat 3 UK, Leeds, Metropolitan University
Sun 4 UK, Coventry, Warwick Arts Centre
Mon 5 UK, London, Roundhouse
Tue 6 UK, Brighton, Corn Exchange
Sun 11 Italy, Milan, Magazzini Generali
Tue 13 Switzerland, Lausanne, Les Docks
Wed 14 Switzerland, Zurich, X-TRA
Tue 20 Denmark, Copenhagen, Vega
Wed 21 Sweden, Stockholm, Strand
Thu 22 Norway, Oslo, Rockefeller

ROY &THE DEVIL'S MOTORCYCLE

Since 1991 Roy and the Devil's Motorcycle have been getting lost in music. Saturated in blues, garage and psychedelia, they've honed a focused, raw and hypnotic sound ranging from blissed out blues to raging garage and druggy soundscapes. Always moving at their own pace and with a slightly disturbing warpedness. 


It's worth mentioning that the three guitarist brothers grew up in a tiny Swiss mountain village. When they moved to a larger town with a 'rock club' where they first saw Spacemen 3 and some other sonic pioneers of the time, they got immersed in the energy of garage punk, primal rock and roll, and later on, the depth of blues. After releasing several singles, compilations and EPs, their first full-length album, FORGOTTEN MILLIONSELLERS, came out in 1998 as one of the first releases on Switzerland’s famous primitive rock n roll label VOODOO RHYTHM RECORDS (The Monsters, Reverend Beat-Man, Dead Brothers, King Kahn, Mama Rosin etc). The second album, BECAUSE OF WOMAN, followed in 2006, and definitely catapulted them countrywide into the status of a influential band and showed that their cult continues growing with every record they put out. Everything the band records and produces, is done at their own self-made analogue studio called 'ROY HOME PRODUCTION'. Maybe it is because good things take time and they take it. Maybe it is because of their amazing artwork for covers and posters. Or maybe it’s just because they don't give a fuck about what anyone else is doing musically that they are truly an original. 


Their new drummer, Alain Perret-Gentil (the singer of the garage punk band Come’n’Go), plays harmonica, sings backing vocals and has introduced a more dancier, groovier element to some of their new songs. Voodoo Rhythm Records is proud to announce their third long awaited album, early 2012. Roy and The Devils Motorcycle Club supported bands such as Acid Mother Tempel, Sonic Boom, Reverend Beat-man or Martin Rev from Suicide. More of Markus Stähli's amazing artwort can be found under the link mentioned above.


BAND
Markus Stähli - vocals & guitar
Matthias Stähli -  vocals & guitar
Christian Stähli - vocals  & guitar
Alain Perret Gentil -  drums, vocals and harp

DRS3 - DÜSI

Depesche aus London: Das Bernbiet beschallt London
Gleich zwei Mal liess ich mich letzte Woche von Schweizer Musikanten erfreuen: zuerst von Roy & the Devil's Motorcycle, dann von Micha Sportelli. Beide trafen beim Publikum auf grosse Gegenliebe – aus ganz verschiedenen Gründen.

«Roy and the devils motorcycle» überzeugen auch ausserhalb der Schweizer Landesgrenzen.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man als Schweizer Musiker die grössten Chancen hätte, in London angehört zu werden. Zwei ganz verschieden Antworten waren letzte Woche auf zwei ganz unterschiedlichen Bühnen zu erleben. Zuerst Roy & the Devil's Motorcycle. Seit rund zwei Dekaden folgen die drei Stähli-Brothers und ihr Drummer Gentil dem Ruf ihrer eigentümlichen Muse. Dieser hat sie in ein Dickicht geführt, wo Psychedelik, Garage-Punk-Rock, urtümlicher Blues und schrullige Berner Oberländer Spleenigkeit sich zu einem halluzinogenen Gebräu verdichtet haben, wo man nur kurz das Ohr hinhalten muss, und schon blüht im Kopf ein Dschungel von wüsten Abenteuergeschichten heran.
Der Sound, der [...] in der Heimat oft zur sofortigen Leerung des Konzertlokales geführt habe, [...] gilt anderswo unterdessen als vom Feinsten.
Der Sound, der in früheren Jahren in der Heimat oft zur sofortigen Leerung des Konzertlokales geführt habe, sagen sie, gilt anderswo unterdessen als vom Feinsten. Dies unter anderem in der guten Stube von Spiritualized, welche die Band persönlich eingeladen haben, sie auf ihrer derzeitigen Mini-Euro-Tour zu begleiten (sie steigt übrigens am Dienstag in Lausanne und am Mittwoch in Zürich ab!).
Ich wohnte dem Auftritt im Roundhouse in Camden bei. In keiner Weise von der hehren Umgebung eingeschüchtert – the Roundhouse war einst so etwas wie die Kinderstube von Pink Floyd, der einzige Ort in England zudem, wo die Doors je live gespielt haben – zogen die Roys konsequent ihre Sache durch, bis hin zum einen Gitarristen (die Band hat drei Gitarren, aber keinen Bass!), der sich erst nach einigen Minuten zum Groove gesellte, als ob er gerade noch kurz mit der Nachbarin hätte plaudern müssen. Und siehe da, das Londoner Publikum, das Vorgruppen üblicherweise eine halbe Minute Zeit gibt, ehe es sich schwätzend um die Bar drängt, driftete en masse nach vorn, lauschte und wedelte psychedelisch mit dem Kopf.
Der Applaus, der schliesslich aufbrauste, war keineswegs ein Höflichkeitsgeplätscher. Jetzt müsste die Band möglichst bald eine Tournee in eigener Regie unternehmen, und sie hätten einen Ruf im Stil von Wooden Shjips oder Black Angels.

--------------------------------------------------------

Tanzende Partikel im Sounduniversum
Seit über zwanzig Jahren drehen die Gebrüder Stähli als Roy and the Devil's Motorcycle ihre Kreise im Space-Rock-Kosmos - und streben auf ihrer dritten Langspielplatte mehr denn je Richtung Offenheit.
Benedikt Sartorius
Das Feedback setzt an, dreht Schlaufen und lauert durchgehend im Hintergrund. Eine Trommel gibt den Puls an, ehe an der akustischen Gitarre eine listige Bluesminiatur gezupft wird und der besungene pinkfarbene Cadillac langsam ins frei flottierende Sound-Weltall entgleitet. In den leeren Raum, den Roy and the Devil's Motorcycle auf ihrer dritten Langspielplatte entwirft.
«Wir sind eine Band, die einfach spielt», sagt Markus Stähli, einer von drei Brüdern, die die Roys bilden. Seit über zwanzig Jahren existiert die Band und in all den Jahren folgten Markus, Christian und Matthias im Verbund mit wechselnden Schlagzeugern (aktuell Alain Perret-Gentil, der ehemalige Sänger der Garage-Combo The Come'n'Go) ihrem eigenen, trendimmunen Rhythmus. Die Brüder expedierten hin zum Geisterblues, streiften den traditionellen Hinterwäldler-Folk, lärmten zu Beginn extrem rudimentär, mit den Jahren zunehmend radikaler und zuletzt, auf dem Album «Because of Women» (2006) auch erdiger.
Aus dem Kaff
Oberdiessbach bei Thun ist die mittlerweile verlassene Heimat der Stählis, ein Kaff im Bermudadreieck zwischen Berner Oberland, Emmental und der Autobahn. Und wahrscheinlich kann eine Band wie die Roys nur aus der Provinz stammen: «Die Leute probieren im Kaff, sich selber zu helfen. In der Stadt orientiert man sich schneller an dem, was läuft», sagt Markus. Und wahrscheinlich hätte man sich auch früher aus den Augen verloren.
Einen Jugendkeller hatte es aber in Oberdiessbach. Und dort probten die drei, nachdem der Älteste seine beiden jüngeren Brüder rekrutiert und ihnen eine Gitarre umgehängt hatte. Später dislozierte die Band nach Thun, ins mittlerweile abgerissene Selve-Areal, in der sie den Übungsraum mit den einstigen Avantgardisten Alboth! teilten.
Aus dem Jahr 1991 stammt ein erstes, rudimentäres Demo-Tape, das dieses Jahr wieder aufgetaucht ist: «Wild Primitive Teenage Rock'n'Roll» verspricht dieser Kellerkassette, die die Radikalität ihres ersten Hauptwerkes «Forgotten Million Sellers» noch nicht erahnen lässt. 1997 als allererste Platte überhaupt auf Voodoo Rhythm, dem Label von Reverend Beat-Man, erschienen, klingt dieser 35minütige Freakout immer noch frisch: Befreiter Noise, übersteuerter Acid-Rock, explodierender Blues, wie ihn zu dieser Zeit die Jon Spencer Blues Explosion zelebriert hat, beseelter Gospel, Stimmen aus dem Äther: Hier ist das am besten zu hören, was gemäss Markus Stähli den Witz des Rock'n'Roll ausmache: «Die eine Seite ist die Musik, ist das Amüsement, die andere ist die lauernde Gefahr und du weisst nicht, was dich erwartet.»
Kosmischer Soundnebel
Die üblichen Rockband-Hierarchien sind bei den Roys ohnehin ausgehebelt, zumal auf der neuen Platte, die im eigenen Übungskeller in einer alten Käserei in der Seeländer Gemeinde Epsach entstanden ist: «Wie im Universum, in dem alle Partikel durcheinandertanzen», wirke ihr drittes Album «Tell it to the People» zeitweise. «Meine Idee war, dass das Album offen ist und der ZuhörerIn Platz bietet».
Und Platz gibts auf «Tell it to the People» wahrlich: Da ist etwa die Interpretation von «Will the Circle Be Unbroken», eines alten Traditionals. Nur die Stimme fliegt durch den kosmischen Soundnebel aus echoenden Mundharmonikas und klackenden und wabernden Gitarrendrones, ganz ohne Schlagzeug. Da ist auch «Piggy Bank», bei dem es psychedelisch spult. Die einzelnen Soundelemente rennen gegeneinander an und der rechte Kanal weiss scheinbar nicht, was im linken geschieht.
Da sind aber auch die enorm zugespitzten Attacken wie «I'm Alright», in dem der Free-Bläser Hans Koch die Kakofonie verstärkt - und die Musik der Roys um ein weiteres, freies und lautes Element anreichert. Das Album unterscheidet sich stark von den Konzerten, denn Aufnehmen, das sei keine Bandsache, so Markus. Und so gab es im Studio auch nicht eine einzige Arbeitsweise, zumal die Band reichlich desorganisiert sei, die sich auch in der Vielfalt an Einflüssen spiegelt: Viel Reggae und Dub, etwa die On-U-Sound-Produktionen, habe man während dem Aufnahmeprozess gehört, oder Talk Talk, die einen beinahe offenen Klangraum inszenieren. Auch ein wichtiger Bezugspunkt ist, weniger für die Brüder, aber zumindest für Markus der vor zwei Jahren verstorbene Alex Chilton, der etwas auf den Punkt bringen und gleichzeitig demontieren konnte.
Ewiges Feedback
Auf dem Punkt und doch wacklig ist auch diese Band: «Was machst Du da überhaupt?», fragten sich die Brüder immer wieder. «Doch es geht immer irgendwie weiter», sagt Markus. Immer weiter geht und weiter fliesst auch dieses so detailreiche Album, ehe ein Brunnen minutenlang vor sich hin plätschert, Vögel zwitschern und zum finalen «Henry's Blues» angesetzt wird. Nur das Feedback, das lauert und lodert und spult im Hintergrund weiter. Immer weiter
______________
«Tell it to the People» und «Forgotten Million Sellers» (Re-Issue) sind beide bei Voodoo Rhythm erschienen.
Konzert: 19.5., Dachstock, Bern, im Rahmen des Aufeinandertreffens der zwei Labels Voodoo Rhythm und A Tree in a Field Records (mit u.a. Papiro, Combineharvester, Fai Baba und Heart Attack Alley.)

 


 

DISCOGRAFIE

2012: Tell it to the People ( VOODOO RHYTHM RECORDS) 12“ / CD
2006: BECAUSE OF WOMEN (VOODOO RHYTHM RECORDS) 12” / CD
2006: DO YOU WANNA KNOW (WHERE DREAMPEOPLE LIFE) 12"/CD COMPILATION (BURNIN SOUND)
2004: BLACK SWAN AT CHRISTMASS (VOODOO RHYTHM RECORDS) 10” LAST COPIES
2000: TRUE LOVE CD COMPILATION (SUBVERSIV REC.)
1999 : NOT ENOUGH MADNESS (SUBWAY STAR) 7” SOLD OUT
1999: WALKING DOWN THE STREET OF GOLD/THERE`S AIN`T NO CURE 12"COMPILATION (IF SOCIATY REC. FINNLAND)
1999: THE MAN WHO DIDNT UNDERSTAND A WORD HE SAID 12" COMPILATION ( UR KULT REC. GERMANY)
1999: NOT ENOUGH MADNESS CD COMPILATION (DO THE DOG REC. FRANCE)
1998: FORGOTTEN MILLIONSELLERS (VOODOO RHYTHM RECORDS) 12” SOLD OUT
1996: GOOD MORNING BLUES (VOODOO RHYTHM RECORDS) 10” SOLD OUT
1994: AS BAD FOR THE KIDS AS DOPE (RECORD JUNKIE) 7” SOLD OUT
1994: BRIGHT LIGHTS IN A LONG SUMMER DREAM (RECORD JUNKIE) 7” SOLD OUT
1992 "Live is suicide in slow motion" Demo Tape - including 3 full automatic songs
1991 " Swiss Garage Punk" LP compilation Record Junkie Records / Voodoo Rhythm

 


 

 

 DIRTY WATHER CLUB LONDON:

Roy And The Devils Motorcycle. Tinkering around their MySpace page, I learn that they are ‘three guitarist brothers [who] grew up in a Swiss mountain village. Soon after moving to a larger town with a 'rock club', where they first saw Spacemen 3 and some other sonic pioneers of the time they got immersed in the energy of garage punk and primal rock and roll’ Cor! I’ve been looking forward to seeing them and Christ on a bike! they’re stupendous!

Roy And The Devils Motorcycle look like they don’t give a shit about anything much, a motley gang just mooching onto the stage and then casually locking into these huge outer spaced, hypnotic drones laced with evil feedback, guitars churning and wailing. They do monstrous thousand yard stare grooves driven by nasty ragged garage blues, whiting out into the stratosphere. It’s utterly captivating. The band’s Spacemen 3 influences are easy to espy – there’s a hobo spacerock cover of ‘May The Circle Be Unbroken’ – once also covered by Sonic and Jase – and a song that takes up where the Spacemen’s ‘Suicide’ left off, building an unhinged fireball of sound.
These are exactly the kind of spaced drones we want; raw and menacing and going on for a very long time so you can get properly lost, not someone making floaty noises with a few distortion pedals and thinking they’re the new My Bloody Valentine. Woohoo! Roy And The Devil’s Motorcycle are the mostest!

 


 

 

 ROY & THE DEVILS MOTORCYCLE kann man nie genug live sehen. Wenn Larry Hardy, Chef des kalifornischen Plattenlabels In the Red mit Bands wie JAY REATARD, BLACK LIPS, DIRTBOMBS, REIGNUNG SOUND etc. von interessanten Bands spricht, die nicht auf seinem Label veröffentlichen, so lässt er kurz Distanzen verschwinden und erwähnt „unsere“ ROYs aus Thun. Jedoch hierzulande sind sie viel zu wenigen Ohren ein Begriff, selbst wenn sie u.a. schon Vorband für John Spencer Blues Explosion waren und dort ein hochverdientes Unentschieden erspielten. Ihren weltweiten Ruf haben sie ihrer Untergrund Kult LP "Forgotten Million Sellers" aus dem Jahre 1999 zu verdanken sowie ihrem Meisterwerk „Because of women“ von 2006, beides auf dem Berner Label Voodoo Rhythm erschienen. Darauf nehmen sie sich der logischen Fortsetzung des Rock'n'Roll an: Immer wieder zerschneiden Gitarrenfeedbackattacken die unverkennbaren Blues und Rockabilly-Einflüsse und mittendrin schwebt der Geist der 60'er-Psychedelik. Zwischendurch heben sie ab und legen Klanginstallationen mit Sprach-Samples und undefinierbarsten Geräuschen oder verwandeln Nackenhaare in Spikes mit einem Ein-Mann-Eine-Akustik-Gitarre Vortrag. Nach mittlerweile wohl schon 15 Jahren in der gleichen Besetzung haben die drei Brüder Stähli nun in Alain von den COME N GO einen neuen Schlagzeuger gefunden. Wir jedenfalls freuen uns auf 15 weitere Jahre ROY DEVILS, denn bei ihnen kann jeder Auftritt komplett verschieden sein – ein Grund die ROYS mindestens einmal pro Monat zu hören und notfalls auch mal eine weiter Reise in Kauf zu nehmen.

 


 

 

 

Obschon beide von Beat-Man's Voodoo-Rhythm-Label herausgebrachten Scherben schon früher im Jahr erschienen sind, gibt die Doppel-Plattentaufe von «Because Of Women», dem ersten nicht limitierten Tonträger von Roy & The Devil's Motorcycle, und dem schlicht «2» betitelten zweiten Album von The Come'n'Go, ihrem ersten im Studio produzierten, wieder einmal Gelegenheit, einen in gebührendem Abstand zur festgeklebten Marke «Berner Rock» gesetzten Stempel für einen Abend mit rockender und rollender Musik aus der Umgebung anzubringen. Um so mehr, als sich beide Werke dadurch auszeichnen, dass sie mit der Tatsache erstaunen, in der Region entstanden zu sein.

So hat sich die Musik von Roy & The Devil's Motorcycle, dem nun seit fünfzehn Jahren bestehenden Projekt dreier Gitarren schwingender Brüder und eines Schlagzeugers aus dem Berner Oberland, vom «Back from the Grave» Garage-Punk der Anfänge zu einer eigenständigen Mischung aus psychedelischem Country-Blues und trashigem Rock'n'Roll entwickelt. In ihrer Bearbeitung erscheint sogar ein abgegriffener Titel wie Chuck Berry's Klassiker «Johnny Be Good» wie nie gehört, indem sie den Song zerlegen, um ihn Stück für Stück neu zusammenzusetzen und zu einem hypnotischen, sich in Zeitlupe entladenden Gitarrengewitter zu verdichten. Beeinflusst unter anderen von Velvet Underground, Spacemen 3, Howlin' Wolf oder MC5, deuten die Assoziationen eher in Richtung weite Steppe, mit einem schweren Motorfahrrad durchquert, als in die Schweizer Alpen als Herkunftsort ihrer Musik.

Reicht die Ausdruckspalette von Roy & D.M.C. von filigranen, durch das verhaltene Zusammenspiel der drei Gitarren bestimmte Passagen, bis zu feedbacklastigen Lärm-Orgien, gibt es auf der Menukarte der Bieler Come'n'Go vor allem eins: Da wird ohne Umschweife zur Sache gegangen, laut und dreckig abgerockt und losgerollt. Über dem Beat der Schlagzeugerin ergehen sich zwei Gitarren in satten Riffs und kantigen Läufen, während der Frontmann einen der Psychiatrie entkommenen Verrückten mimt. Die Rolling Stones, wenn sie denn richtig dreckig wären, die Oblivians, von welchen ebenso wie von CCR neben ihrem eigenen Material ein Cover das Album ziert, allenfalls die Retards zieht Labelmacher Beat-Man heran, um die Musik des Bieler Quartetts zu beschreiben. Fest steht, am Ende des Abends werden die beiden Alben getauft sein, Bühne und Publikumsraum im Schweiss gebadet, die Anwesenden durchgeschüttelt und voller Freude.